Squid erzeugt im laufenden Betrieb, abhängig von der jeweiligen Konfiguration, mehrere Log-Dateien mit unterschiedlichem Inhalt. Die gängigen Log-Dateien, deren Bedeutung und Inhalt wird in diesem Abschnitt detailliert erläutert.
Wenn Squid über das mitgelieferte Script RunCache gestartet wird, werden in diese Datei alle zur Startzeit erzeugten Consolenausgaben sowie fatal errors geschrieben.
Wenn Squid im Dämonmodus gestartet wird, stehen diese Informationen i.d.R. in den - in der Konfigurationsdatei squid.conf definierten - Log-Dateien zur Verfügung.
Diese Datei enthält alle Debug- und Fehlermeldungen, die vom Squid-Prozess während des Betriebs erzeugt werden. Sie finden hier Informationen, wann und wie Squid gestartet und beendet wurde, welche Fehler wärend des Betriebs aufgetreten sind und - je nach Debug-Level - statistische Informationen.
Bei einem Fehler lohnt sich auf jeden Fall zuerst ein Blick in diese Datei. Auch im Normalbetrieb können hier ggf. schon Hinweise auf bevorstehende Probleme gefunden werden.
Diese Datei ist nur verfügbar, wenn Squid mit der Option -enable-useragent-log installiert wurde, und in der Konfigurationsdatei (squid.conf) hierfür mit useragent_log eine Zieldatei definiert wurde. In dieser Datei finden Sie Informationen über verwendete Browser und Betriebssysteme Ihrer Clients.
Die Datei store.log protokolliert das Ablegen und Entfernen von Objekten aus dem Platten-Cache. Diese Informationen dienen hauptsächlich zur Fehlersuche. Eine andere sinnvolle Anwendung ist zz. mangels brauchbaren Auswerteprogrammen nicht bekannt. Daher kann das Protokoll auch ohne Probleme abgeschaltet werden.
Jede Zeile der Datei besteht aus 11, durch Leerzeichen getrennte Spalten, mit folgender Aufteilung:
time action file_number status datehdr
lastmod expires type sizes method key12.1
| CREATE | Zur Zeit unbenutzt |
| RELEASE | Das Objekt wurde aus dem Speicher entfernt |
| SWAPOUT | Das Objekt wurde auf Platte ausgelagert |
| SWAPIN | Das Objekt wurde von Platte in den Speicher gelesen |
In der Datei access.log werden alle Anfragen an den Proxyserver geloggt. D.h. nicht nur die aufgerufene Seite selbst, auch alle darin enthaltenen Verknüpfungen, z.B. zu enthaltenen Bildern, Skripten etc., die mit der Seite geladen werden.
Das Format der Log-Einträge kann in der Datei squid.conf teilweise verändert werden. Ein Standardeintrag (Original Logfile) könnte wie folgt aussehen:
1015432147.168 1029 192.168.2.7 TCP_MISS/200 1538Die Zeile besteht aus 10 Feldern, die durch Leerraum getrennt sind12.2.
GET http://www.foo.bar/index.html -
FIRST_UP_PARENT/fw.mynet.org text/html
time elapsed remotehost code/status bytesDie einzelnen Felder haben folgende Bedeutung:
method URL rfc931
peerstatus/peerhost type
remotehost rfc931 authuser [date] "method URL" status bytesDiese Einträge können mit jedem Tool zur Auswertung von Webserver-Logdateien weiterverarbeitet werden. Es fehlen jedoch hier alle proxyspezifischen Informationen.