wbinfo — Fragt Informationen vom winbind-Daemon ab.
wbinfo [-a Benutzer%password] [-c Benutzername] [-C Gruppenname] [--domain Name] [-I ip] [-s sid] [-u] [-U uid] [-g] [--get-auth-user] [-G gid] [-m] [-n Name] [-N Netbios-Name] [-o Benutzer:Gruppe] [-O Benutzer:Gruppe] [-p] [-r Benutzer] [--set-auth-user Benutzer%Passwort] [--sequence] [-S sid] [-t] [-x Benutzername] [-X Gruppenname] [-Y sid]
Dieses Werkzeug ist Teil der Samba(7)-Suite.
Das Programm wbinfo fragt Informationen ab, die vom winbindd(8)-Daemon erzeugt und benutzt werden, und gibt diese aus.
Der winbindd(8)-Daemon muss konfiguriert sein und laufen, damit das Programm wbinfo diese Informationen ausgeben kann.
Versucht, den Benutzer mittels winbindd zu authentifizieren. Hierbei werden beide Authentifizierungsmethoden geprüft und es wird das Ergebnis ausgegeben.
Erzeugt einen lokalen winbind-Benutzer.
Erzeugt eine lokale winbindd-Gruppe.
Dieser Parameter setzt die Domäne, auf der die angegebenen Operationen ausgeführt werden. Wenn der spezielle Domänen-Name '.' verwendet wird, repräsentiert dies die Domäne, der winbindd gerade angehört. Momentan wird dieser Parameter nur von den Optionen --sequence, -u und -g beachtet.
Diese Option listet alle in der Windows NT-Domäne verfügbaren Gruppen auf, in denen der samba(7)-Daemon operiert. Die Gruppen aller Vertrauensdomänen werden ebenfalls aufgelistet. Man beachte, dass diese Operation keine Gruppen-IDs an irgendwelche Gruppen vergibt, die winbindd(8) noch nicht gesehen hat.
Gibt Benutzernamen und Passwort aus, die von winbindd während der Einrichtung einer Sitzung mit einem Domänencontroller benutzt werden. Benutzername und Passwort können mit '-A' gesetzt werden. Nur für root verfügbar.
Versucht, eine UNIX-Gruppen-ID in eine Windows NT-SID umzuwandeln. Falls die angegebene gid keine aus dem Bereich der idmap-gids ist, schlägt die Operation fehl.
Die Option -I veranlasst winbindd(8), eine Anfrage bzgl. des Knotenstatus zu senden, um den NetBIOS-Namen abzufragen, der zur angegebenen IP-Adresse gehört.
Gibt eine Liste der Domänen zurück, die in einem Vertrauensverhältnis zum Windows NT-Server stehen und die von winbindd(8) bei der Namensauflösung kontaktiert werden. Nicht enthalten ist darin die Windows NT-Domäne, für die der Server einen primären Domänen-Controller darstellt.
Die Option -n fragt winbindd(8) nach der SID, die zum angegebenen Namen gehört. Domänennamen können vor dem Benutzernamen angegeben werden, wenn das winbind-Trennzeichen verwendet wird. Zum Beispiel bezeichnet CWDOM1/Administrator den Benutzer Administrator in der Domäne CWDOM1. Ohne Angabe einer Domäne wird die Domäne benutzt, die im Parameter workgroup von smb.conf(5) angegeben ist.
Die Option -N veranlasst winbindd(8), den WINS-Server nach der IP-Adresse zu fragen, die zum angegebenen NetBIOS-Namen gehört.
Fügt eine lokale winbindd-Gruppe für den angegebenen lokalen winbindd-Benutzer als sekundäre Gruppe hinzu.
Entfernt eine lokale winbindd-Gruppe für den angegebenen lokalen winbindd-Benutzer als sekundäre Gruppe.
Überprüft, ob winbindd noch läuft. Gibt entweder 'succeeded' oder 'failed' aus.
Versucht, die Liste der UNIX-Gruppen-IDs zu erhalten, zu denen der Benutzer gehört. Das funktioniert nur bei Benutzern, die in einem Domänencontroller definiert sind.
Löst eine SID in einen Namen auf. Dies ist die Umkehrung der obigen Option -n. SIDs müssen als ASCII-Strings im traditionellen Microsoft-Format angegeben werden, z.B. S-1-5-21-1455342024-3071081365-2475485837-500.
Speichert Benutzernamen und Passwort, die von winbindd bei der Einrichtung einer Sitzung mit dem Domänen-Controller benutzt werden. Dadurch kann winbindd in einer Windows 2000-Domäne mit eingeschaltetem "Restrict Anonymous" arbeiten (a.k.a. „Permissions compatible with Windows 2000 servers only“).
Zeigt die Sequenznummern aller bekannten Domänen an.
Wandelt eine SID in eine UNIX-Benutzer-ID um. Falls die SID keinem UNIX-Benutzer entspricht, der von winbindd(8) zugeordnet wird, schlägt die Operation fehl.
Überprüft, ob das Workstationvertrauenskonto funktioniert, das erzeugt wird, wenn der Samba-Server zur Windows NT-Domäne hinzugefügt wird.
Diese Option listet alle verfügbaren Benutzer in der Windows NT-Domäne auf, in denen der winbindd(8)_Daemon arbeitet. Benutzer in allen vertrauten Domänen werden ebenfalls aufgelistet. Beachten Sie, dass diese Operation keine Benutzer-IDs an Benutzer zuweist, die winbindd(8) noch nicht gesehen hat.
Versucht, eine UNIX-Benutzer-ID in eine Windows NT-SID umzuwandeln. Falls die angegebene uid nicht in den Bereich der idmap-uids fällt, schlägt die Operation fehl.
Löscht einen vorhandenen lokalen winbind-Benutzer.
Löscht eine vorhandene lokale winbindd-Gruppe.
Wandelt eine SID in eine UNIX-Gruppen-ID um. Falls die SID keiner UNIX-Gruppe entspricht, die von winbindd(8) zugeordnet wird, schlägt die Operation fehl.
Gibt die Versionsnummer des Programms aus.
Gibt eine Zusammenfassung der Kommandozeilenoptionen aus.
Das Programm wbinfo gibt 0 zurück, falls die Operation erfolgreich war bzw. 1, falls sie fehlschlug. Wenn der winbindd(8)-Daemon nicht arbeitet, gibt wbinfo immer einen Fehlschlag zurück.
Diese Manpage ist korrekt für die Version 3.0 der Samba-Suite.
Die originale Samba-Software und die zugehörigen Werkzeuge wurden von Andrew Tridgell geschrieben. Samba wird nun vom Samba-Team als ein Open-Source-Projekt entwickelt, ähnlich wie der Linux-Kernel.
wbinfo und winbindd wurden von Tim Potter geschrieben.
Die Umwandlung ins DocBook-Format wurde von Gerald Carter für Samba 2.2 durchgeführt. Die Umwandlung in DocBook für XML 4.2 wurde von Alexander Bokovoy für Samba 3.0 durchgeführt.