smbtar — Shell-Skript für das Backup von SMB-/CIFS-Freigaben direkt auf UNIX-Bandlaufwerken.
smbtar [-r] [-i] [-a] [-v] {-s Server} [-p Passwort] [-x Dienste] [-X] [-N Dateiname] [-b Blockgröße] [-d Verzeichnis] [-l Logebene] [-u Benutzer] [-t Band] {Dateinamen}
Dieses Werkzeug ist Teil der Samba(7)-Suite.
smbtar ist ein sehr kleines Shellskript, das auf smbclient(1) aufsetzt und SMB-Freigaben direkt auf Band ausgibt.
Der SMB-/CIFS-Server, auf dem sich die Freigabe befindet.
Der Name der Freigabe auf dem Server, mit dem eine Verbindung hergestellt werden soll. Der Vorgabewert dafür ist "backup".
Ausschließen-Modus. Schließt Dateinamen ... von der Erzeugung eines tar-Archivs oder seiner Wiederherstellung aus.
Wechselt ins initiale Verzeichnis, bevor Dateien wiederhergestellt werden bzw. ein Backup davon gemacht wird.
Ausführlicher Modus.
Das Passwort, das beim Zugriff auf die Freigabe verwendet werden soll. Vorgabe ist: keines.
Die Benutzer-ID der Verbindung. Vorgabe: der Name bei der Anmeldung zu UNIX.
Setzt DOS-Archivbit, um anzuzeigen, dass die Datei archiviert wurde.
Bandgerät. Kann eine normale Datei oder ein Bandgerät sein. Vorgabe: die Umgebungsvariable $TAPE falls gesetzt, sonst eine Datei namens tar.out.
Blockfaktor. Vorgabewert ist 20. Siehe tar(1) für eine vollständigere Erklärung.
Macht ein Backup nur von Dateien, die neuer sind als Dateiname. Könnte z.B. bei einer Logdatei benutzt werden, um inkrementelle Backups zu implementieren.
Inkrementeller Modus; von tar-Dateien wird nur dann ein Backup gemacht, wenn deren Archivbit gesetzt ist. Das Archivbit wird zurückgesetzt, nachdem jede Datei gelesen wird.
Wiederherstellen. Dateien werden aus dem tar-Archiv in der Freigabe wiederhergestellt.
(Debug-)Logebene. Entspricht dem Flag -d von smbclient(1).
Die Variable $TAPE gibt das Standardbandgerät an, auf dem geschrieben wird. Kann mit der Option -t überschrieben werden.
Das Skript smbtar hat verschiedene Optionen vom gewöhnlichen tar und vom tar-Befehl von smbclient.
Sites, die besonderen Wert auf Sicherheit legen, mögen eventuell die Art nicht, wie das Skript mit PC-Passwörtern umgeht. Das Backup und die Wiederherstellung arbeiten auf einer gesamten Freigabe, obwohl sie besser mit Dateilisten arbeiten sollten. smbtar funktioniert am besten mit GNU tar und möglicherweise nicht allzu gut mit anderen Versionen.
Siehe den Abschnitt DIAGNOSEMELDUNGEN beim Befehl smbclient(1).
Diese Manpage ist korrekt für die Version 3.0 der Samba-Suite.
Die originale Samba-Software und die zugehörigen Werkzeuge wurden von Andrew Tridgell geschrieben. Samba wird nun vom Samba-Team als ein Open-Source-Projekt entwickelt, ähnlich wie der Linux-Kernel.
Ricky Poulten hat die tar-Erweiterung und diese Manpage geschrieben. Das Skript smbtar wurde von Martin Kraemer stark überarbeitet und verbessert. Vielen Dank an alle, die Erweiterungen, Verbesserungen, Fehlerkorrekturen etc. vorgeschlagen haben. Die Manpage-Quelltexte wurden ins YODL-Format konvertiert (ein weiteres exzellentes Stück Open-Source-Software, verfügbar unter ftp://ftp.icce.rug.nl/pub/unix/) und für die Samba 2.0-Release von Jeremy Allison aktualisiert. Die Umwandlung ins DocBook-Format wurde von Gerald Carter für Samba 2.2 durchgeführt. Die Umwandlung in DocBook für XML 4.2 wurde von Alexander Bokovoy für Samba 3.0 durchgeführt.