smbcquotas — Setzt oder fragt QUOTAs von NTFS 5-Freigaben ab.
smbcquotas {//server/share} [-u Benutzer] [-L] [-F] [-S QUOTA_SET_COMMAND] [-n] [-t] [-v] [-d DebugEbene] [-s KonfigDatei] [-l LogVerzeichnis] [-V] [-U Benutzername] [-N] [-k] [-A]
Dieses Werkzeug ist Teil der Samba(7)-Suite.
Das Programm smbcquotas manipuliert NT-Quotas auf SMB-Dateifreigaben.
Für das Programm smbcquotas sind folgende Optionen verfügbar.
Gibt den Benutzer an, dessen Quotas abgefragt oder gesetzt werden. Standardmäßig wird der Benutzername des aktuellen Benutzers verwendet.
Listet alle Quota-Einträge der Freigabe auf.
Zeigt den Quota-Status der Freigabe und die vorgegebenen Beschränkungen an.
Dieser Befehl setzt/modifiziert Quotas für einen Benutzer oder auf der Freigabe, je nach Parameter zum QUOTA_SET_COMMAND, der später beschrieben wird.
Diese Option zeigt alle QUOTA-Informationen in numerischem Format an. Per Voreinstellung werden SIDs in Namen und QUOTA-Beschränkungen in ein lesbares Stringformat konvertiert.
Tut eigentlich nichts, außer die Korrektheit der Argumente zu prüfen.
Ist ausführlich.
Gibt eine Zusammenfassung der Kommandozeilenoptionen aus.
Gibt die Versionsnummer des Programms aus.
Die angegebene Datei enthält die Konfigurationdetails, die der Server benötigt. Die Information in dieser Datei ist zum Teil Server-spezifisch, z.B. welche printcap-Datei benutzt werden soll, enthält aber auch Beschreibungen aller Dienste, die der Server anbieten soll. Siehe smb.conf für weitere Informationen. Der Standardname der Konfigurationsdatei wird beim Kompilieren bestimmt.
Debug-Ebene ist ein Integer von 0 bis 10. Falls dieser Parameter nicht angegeben wird, ist der Vorgabewert dafür Null.
Je höher der Wert ist, desto mehr Details über die Serveraktivität werden in den Log-Dateien abgespeichert. Auf der Ebene 0 werden nur kritische Fehler und ernstzunehmende Warnungen geloggt. Ebene 1 ist eine vernünftige Ebene beim alltäglichen Betrieb - dabei wird eine kleine Informationsmenge über die ausgeführten Operationen erzeugt.
Die Ebenen höher als 1 erzeugen beachtliche Mengen von Logdaten, und sollten nur bei der Suche nach Problemen verwendet werden. Die Ebenen größer als 3 sind nur für Entwickler gedacht und erzeugen RIESIGE Mengen an Logdaten, von denen die meisten extrem kryptisch sind.
Beachten Sie, dass durch die Angabe dieses Parameters an dieser Stelle der Parameter log level in der Datei smb.conf überschrieben wird.
Dateiname für Log-/Debug-Dateien. Die Dateierweiterung ".client" wird angefügt. Die Log-Datei wird vom Client niemals entfernt.
Wenn angegeben unterdrückt dieser Parameter die normale Passwortabfrage eines Clients beim Benutzer. Das ist dann nützlich, wenn ein Dienst verwendet wird, der kein Passwort benötigt.
Falls kein Passwort auf der Kommandozeile und dieser Parameter nicht angegeben wird, verlangt der Client ein Passwort.
Versucht eine Authentifikation mittels Kerberos. Nur sinnvoll in einer Active Directory-Umgebung.
Mit dieser Option können Sie eine Datei angeben, aus der der Benutzername und das Passwort für eine Verbindung gelesen werden sollen. Das Dateiformat ist:
username = <value> password = <value> domain = <value>
Stellen Sie sicher, dass die Dateirechte den Zugriff durch unerwünschte Benutzer verhindern.
Setzt den SMB-Benutzernamen oder Benutzernamen und Passwort.
Falls %Passwort nicht angegeben wird, wird der Benutzer danach gefragt. Der Client überprüft zunächst die Umgebungsvariable USER, dann LOGNAME und wenn eine davon existiert, wird sie in Großbuchstaben umgewandelt. Werden diese Umgebungsvariablen nichtgefunden, wird der Benutzername GUEST verwendet.
Eine dritte Option besteht darin, eine Credentials-Datei zu verwenden, mit den Benutzernamen und Passwörtern in Klartext. Diese Option ist ist vor allem für Skripte gedacht, wenn der Administrator die Credentials nicht auf der Kommandozeile oder über Umgebungsvariablen übergeben möchte. Bei dieser Methode sollten Sie sicherstellen, dass die Zugriffsrechte an der Datei unerwünschte Benutzer ausschließen. Siehe -A für weitere Details.
Seien Sie achtsam, wenn Sie Passwörter in Skripten verwenden. Auf vielen Systemen kann man außerdem die Kommandozeile eines laufenden Prozesses mit dem Befehl ps sehen. Um sicherzugehen sollten rpcclient immer erlauben, ein Passwort zu verlangen und es dann direkt eingeben.
Das Format einer ACL besteht aus einem oder mehreren ACL-Einträgen getrennt durch Kommas oder Zeilenumbrüche. Ein ACL-Eintrag ist einer von folgenden Möglichkeiten:
zum Setzen von Benutzer-Quotas für den mit -u angegebenen Benutzer oder den aktuellen Benutzernamen:
UQLIM:<Benutzername>:<softlimit>/<hardlimit>
zum Setzen der Standard-Quotas für eine Freigabe:
FSQLIM:<softlimit>/<hardlimit>
zum Ändern von Quota-Einstellungen der Freigabe:
FSQFLAGS:QUOTA_ENABLED/DENY_DISK/LOG_SOFTLIMIT/LOG_HARD_LIMIT
Das Programm smbcquotas setzt den Exitstatus abhängig vom Ergebnis der ausgeführten Operationen. Der Exitstatus kann einer der folgenden Werte sein.
Falls die Operation erfolgreich war, gibt smbcquotas den Exitstatus 0 zurück. Falls smbcquotas keine Verbindung zum angegebenen Server herstellen konnte, oder wenn es einen Fehler beim Abfragen oder Setzen der Quota(s) gab, wird der Exitstatus 1 zurückgegeben. Wenn es beim Parsen eines Arguments auf der Kommandozeile einen Fehler gab, wird der Exitstatus 2 zurückgegeben.
Diese Manpage ist korrekt für die Version 3.0 der Samba-Suite.
Die originale Samba-Software und die zugehörigen Werkzeuge wurden von Andrew Tridgell geschrieben. Samba wird nun vom Samba-Team als ein Open-Source-Projekt entwickelt, ähnlich wie der Linux-Kernel.
smbcquotas wurde von Stefan Metzmacher geschrieben.