nmblookup — NetBIOS-über-TCP/IP-Client für Abfragen von NetBIOS-Namen.
nmblookup [-M] [-R] [-S] [-r] [-A] [-h] [-B <Broadcastadresse>] [-U <Unicastadresse>] [-d <Debugebene>] [-s <smb-Konfigdatei>] [-i <NetBIOS-Scope>] [-T] [-f] {Name}
Dieses Werkzeug ist Teil der Samba(7)-Suite.
nmblookup wird zur Abfrage von NetBIOS-Namen und ihrer Abbildung auf IP-Adressen in einem Netzwerk verwendet, das NetBIOS-über-TCP/IP-Abfragen benutzt. Mit den Optionen können Namensabfragen an einen bestimmten IP-Broadcast-Bereich oder an einen bestimmten Rechner gerichtet werden. Alle Abfragen erfolgen über UDP.
Sucht einen Masterbrowser, indem der NetBIOS-Name name mit dem Typ 0x1d gesucht wird. Falls name gleich "-" ist, führt es eine Suche nach dem speziellen Namen __MSBROWSE__ durch. Beachten Sie bitte folgendes: wenn Sie den Namen "-" benutzen möchten, müssen Sie sicherstellen, dass "-" nicht als Argument geparst wird, d.h. benutzen Sie z.B.: nmblookup -M -- -.
Setzt im Paket das Bit "Rekursion erwünscht", um ein rekursives Lookup durchzuführen. Das wird dann gemacht, wenn eine Namensabfrage an einen Rechner geschickt wird, auf dem ein WINS-Server läuft, und der Benutzer die Namen im WINS-Server abfragen möchte. Falls das Bit nicht gesetzt ist, wird stattdessen der normale NetBIOS-Verarbeitungscode (Broadcastantwort) auf dem Rechner benutzt Siehe RFC1001, RFC1002 für weitere Details.
Führt auch eine Abfrage des Nodestatus durch, nachdem die Namensabfrage eine IP-Adresse zurückgegeben hat. Eine Abfrage des Nodestatus gibt die von einem Host registrierten NetBIOS-Namen zurück.
Versucht den UDP-Port 137 beim Senden und Empfangen von UDP-Datagrammen zu verwenden. Der Grund für diese Option ist ein Fehler in Windows 95, das den Ursprungsport des Abfragepakets ignoriert und nur auf dem UDP-Port 137 antwortet. Unglücklicherweise sind auf den meisten UNIX-Systemen root-Rechte nötig, um sich mit diesem Port zu verbinden, und außerdem verbindet sich auch der nmbd(8)-Daemon mit diesem Port, wenn er auf diesem Rechner läuft.
Interpretiert name als IP-Adresse und führt auf dieser Adresse eine Nodestatusabfrage durch.
Mit dieser Option können Sie den NetBIOS-Namen überschreiben, den Samba für sich selbst benutzt. Das ist identisch damit, dass Sie den Parameter netbios name in der Datei smb.conf setzen. Allerdings hat eine Einstellung auf der Kommandozeile Vorrang vor Einstellungen in smb.conf.
Dies gibt einen NetBIOS-Scope an, mit dem nmblookup beim Generieren von NetBIOS-Namen kommuniziert. Für Details zur Verwendung von NetBIOS-Scopes siehe rfc1001.txt und rfc1002.txt. NetBIOS-Scopes werden sehr selten benutzt. Setzen Sie diesen Parameter nur dann, wenn Sie als Systemadministrator für alle NetBIOS-Systeme zuständig sind, mit denen Sie kommunizieren.
Setzt die SMB-Domäne des Benutzernamens. Dies überschreibt die vorgegebene Domäne, die in smb.conf definiert wird. Wenn die definierte Domäne identisch ist mit dem NetBIOS-Namen des Servers, meldet sich der Client unter Verwendung des lokalen SAMs des Servers an (statt des Domänen-SAMs).
TCP-Socket-Optionen, die beim Client-Socket eingestellt werden können. Siehe Parameter socket options in der manpage smb.conf, um eine Liste der gültigen Optionen zu sehen.
Gibt eine Zusammenfassung der Kommandozeilenoptionen aus.
Sendet die Abfrage an die gegebene Broadcastadresse. Ohne diese Option verhält sich nmblookup standardmäßig so, dass es die Abfrage an die Broadcastadresse der Netzwerkschnittstelle sendet, die es entweder automatisch findet oder die im Parameter interfaces der Datei smb.conf(5) definiert ist.
Führt eine Unicastabfrage auf der angegebenen Adresse oder dem Host unicast address durch. Diese Option (zusammen mit der Option -R) wird benötigt, um einen WINS-Server abzufragen.
Gibt die Versionsnummer des Programms aus.
Die angegebene Datei enthält die Konfigurationdetails, die der Server benötigt. Die Information in dieser Datei ist zum Teil Server-spezifisch, z.B. welche printcap-Datei benutzt werden soll, enthält aber auch Beschreibungen aller Dienste, die der Server anbieten soll. Siehe smb.conf für weitere Informationen. Der Standardname der Konfigurationsdatei wird beim Kompilieren bestimmt.
Debug-Ebene ist ein Integer von 0 bis 10. Falls dieser Parameter nicht angegeben wird, ist der Vorgabewert dafür Null.
Je höher der Wert ist, desto mehr Details über die Serveraktivität werden in den Log-Dateien abgespeichert. Auf der Ebene 0 werden nur kritische Fehler und ernstzunehmende Warnungen geloggt. Ebene 1 ist eine vernünftige Ebene beim alltäglichen Betrieb - dabei wird eine kleine Informationsmenge über die ausgeführten Operationen erzeugt.
Die Ebenen höher als 1 erzeugen beachtliche Mengen von Logdaten, und sollten nur bei der Suche nach Problemen verwendet werden. Die Ebenen größer als 3 sind nur für Entwickler gedacht und erzeugen RIESIGE Mengen an Logdaten, von denen die meisten extrem kryptisch sind.
Beachten Sie, dass durch die Angabe dieses Parameters an dieser Stelle der Parameter log level in der Datei smb.conf überschrieben wird.
Dateiname für Log-/Debug-Dateien. Die Dateierweiterung ".client" wird angefügt. Die Log-Datei wird vom Client niemals entfernt.
Hierdurch werden alle beim Lookup gefundenen IP-Adressen mit einem Reverse DNS-Lookup in einen DNS-Namen abgelegt und vor jedem Paar
IP-Adresse .... NetBIOS-Name
ausgegeben, was die normale Ausgabe ist.
Zeigt an, welche Flags auf den abgefragten Namen zutreffen. Mögliche Antworten sind Null oder mehr aus der Liste: Response, Authoritative, Truncated, Recursion_Desired, Recursion_Available, Broadcast.
Dies ist der abgefragte NetBIOS-Name. Abhängig von den vorherigen Optionen kann das ein NetBIOS-Name oder eine IP-Adresse sein. Bei einem NetBIOS-Namen können die verschiedenen Namenstypen durch Anhängen von '#<type>' an den Namen angegeben werden. Dieser Name darf auch '*' sein, was dann alle registrierten Namen eines Broadcast-Bereichs zurückgibt.
Mit nmblookup kann ein WINS-Server abgefragt werden (genau so wie nslookup für die Abfrage von DNS-Servern benutzt wird). Um einen WINS-Server abzufragen, muss nmblookup wie folgt aufgerufen werden:
nmblookup -U server -R 'name'
Die Ausführung des folgenden Beispiels:
nmblookup -U samba.org -R 'IRIX#1B'
würde den WINS-Server samba.org nach dem Domainmasterbrowser (Namenstyp 1B) der IRIX-Arbeitsgruppe fragen.
Diese Manpage ist korrekt für die Version 3.0 der Samba-Suite.
nmbd(8), samba(7) und smb.conf(5).
Die originale Samba-Software und die zugehörigen Werkzeuge wurden von Andrew Tridgell geschrieben. Samba wird nun vom Samba-Team als ein Open-Source-Projekt entwickelt, ähnlich wie der Linux-Kernel.
Die originalen Samba-Manpages wurden von Karl Auer geschrieben. Die Manpage-Quelltexte wurden ins YODL-Format konvertiert (ein weiteres exzellentes Stück Open-Source-Software, verfügbar unter ftp://ftp.icce.rug.nl/pub/unix/) und für die Samba 2.0-Release von Jeremy Allison aktualisiert. Die Umwandlung ins DocBook-Format wurde von Gerald Carter für Samba 2.2 durchgeführt. Die Umwandlung in DocBook für XML 4.2 wurde von Alexander Bokovoy für Samba 3.0 durchgeführt.