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Dieses Kapitel handelt von der Auflösung von NETBIOS-TCP/IP-Namen in IP-Adressen. Wenn Ihre MS-Windows-Clients kein NetBIOS über TCP/IP verwenden, ist dieses Kapitel für Sie nicht relevant. Sollte Ihre Installation aber mit NetBIOS über TCP/IP arbeiten, kann Ihnen dieses Kapitel bei Netzwerkproblemen weiterhelfen.
NetBIOS über TCP/IP hat nichts mit NetBEUI zu tun. NetBEUI ist NetBIOS über Logical Link Control (LLC). Bei aktuellen Netzwerken sollten Sie auf keinen Fall mehr NetBEUI verwenden. Es ist auch anzumerken, dass es nichts in der Art von NetBEUI über TCP/IP gibt. Wenn von so etwas gesprochen wird, handelt es sich um ein komplettes Missverständnis.
Viele MS-Windows-Netzwerkadministratoren hatten bisher keine Ahnung vom grundlegenden TCP/IP-Netzwerk-Betrieb, wie er in UNIX/Linux-Betriebssystemen verwendet wird. Andererseits haben viele Unix- und Linux-Administratoren keine Ahnung von den Komplikationen eines auf TCP/IP basierenden Windows-Netzwerks (und haben auch keinerlei Lust darauf ...).
Dieses Kapitel gibt für jede Betriebssystemumgebung eine kurze Einführung in die Grundlagen der Namensauflösung.
Seit der Einführung von MS Windows 2000 ist es möglich, ein MS-Windows- Netzwerk ohne NetBIOS über TCP/IP zu verwenden. NetBIOS über TCP/IP benutzt den UDP-Port 137 für die NetBIOS-Namensauflösung und den TCP-Port 139 für die NetBIOS-Dienste-Session. Sollte auf den MS Windows 2000-Clients (oder späteren Versionen) NetBIOS über TCP/IP deaktiviert sein, dann wird nur der TCP-Port 445 verwendet. In diesem Fall werden der UDP-Port 137 und der TCP-Port 139 nicht verwendet.
Wenn Sie Windows 2000-Clients (oder neuere Versionen) verwenden und NetBIOS über TCP/IP nicht deaktiviert haben, benutzt der Client den UDP-Port 137 (NetBIOS Name Service, auch bekannt als Windows Internet Name Service oder WINS), den TCP-Port 139 und den TCP-Port 445 (für aktuellen Datei- und Druck-Verkehr).
Wenn Sie NetBIOS über TCP/IP deaktivieren, ist die Benutzung von DNS unumgänglich. Die meisten aktuellen Installationen, die NetBIOS über TCP/IP deaktivieren, verwenden MS Active Directory (ADS). ADS benötigt Dynamic DNS mit Service Resource Records (SRV RR) und Incremental Zone Transfers (IXFR). Die Benutzung von DHCP mit ADS wird für eine weitergehende zentrale Pflege der Netzwerkkonfiguration von Client-Workstations empfohlen.
Die wichtigsten Konfigurationsdateien in diesem Abschnitt sind:
/etc/hosts
/etc/resolv.conf
/etc/host.conf
/etc/nsswitch.conf
Diese Datei beinhaltet eine statische Liste von IP-Adressen und Namen.
127.0.0.1 localhost localhost.localdomain 192.168.1.1 bigbox.quenya.org bigbox alias4box
Der Sinn der Datei /etc/hosts ist es, eine Möglichkeit zur Namensauflösung zu haben, damit Benutzer sich keine IP-Adressen merken müssen.
Netzwerk-Pakete, die über den Physical Network Transport Layer gesendet werden, kommunizieren nicht über die IP-Adresse, vielmehr wird die Media Access Control Address (auch MAC-Adresse genannt) verwendet. IP-Adressen sind zurzeit 32 Bit lang und werden typischerweise durch 4 dezimale und durch Punkte getrennte Zahlen dargestellt, zum Beispiel: 168.192.1.1
MAC-Adressen sind 48 Bit (oder 6 Byte) lang und werden typischerweise als zweistellige Hexadezimalziffern und durch Doppelpunkte getrennt dargestellt, zum Beispiel: 40:8e:0a:12:34:56
Jedes Netzwerkinterface muss eine MAC-Adresse besitzen. Einer MAC-Adresse können eine oder mehrere IP-Adressen zugeordnet sein. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen einer MAC-Adresse und einer IP-Adresse; alle solche Zuweisungen sind beliebig frei und willkürlich. Auf der untersten Ebene der Netzwerkverbindungen wird die MAC-Adressierung verwendet. Da die MAC-Adresse global eindeutig und im allgemeinen fix für jedes einzelne Interface ist, macht die Zuordnung einer IP-Adresse nur aus Sicht des Netzwerkmanagements Sinn. Es kann mehr als eine IP-Adresse zu einer MAC-Adresse zugeordnet werden. Eine Adresse muss die primäre IP-Adresse sein. Diese Adresse wird bei einem ARP Reply zurückgegeben.
Wenn ein Benutzer oder ein Prozess mit einem anderen Computer kommunizieren will, stellt die Protokollschicht sicher, dass der „Computername“ oder „Hostname“ in eine IP- Adresse aufgelöst wird. Dies geschieht in der Art, wie es in den TCP/IP-Konfigurationsdateien hinterlegt ist. Die Datei /etc/hosts ist eine dieser Dateien.
Nachdem die IP-Adresse des Zielinterfaces ermittelt wurde, wird ein Protokoll mit dem Namen ARP/RARP verwendet, um die MAC-Adresse des Zielinterfaces herauszufinden. ARP bedeutet Address Resolution Protocol und ist eine broadcast-orientierte Methode, die über das User Data Protocol (UDP) eine Anfrage an alle Interfaces des lokalen Netzwerks verschickt. Netzwerkinterfaces sind so programmiert, dass sie nur auf zwei MAC-Adressen reagieren: auf ihre eigene eindeutige Adresse und auf die Adresse ff:ff:ff:ff:ff:ff. Die Antwort auf eine ARP-Anfrage enthält die MAC- Adresse und die primäre IP-Adresse für jedes Interface.
Die Datei /etc/hosts ist eine Grundvoraussetzung für alle UNIX/Linux-TCP/IP-Installationen und enthält als Minimum den localhost, die lokale IP-Adresse des Netzwerk-Interfaces und den primären Namen des lokalen Computers. Diese Datei hilft dabei, eine grundlegende Namensauflösung zu haben, bevor irgendwelche andere Methoden der Namensauflösung verfügbar sind.
Diese Datei teilt den Bibliotheken zur Namensauflösung Folgendes mit:
Den Namen der Domäne, zu der der Computer gehört.
Die Namen der Domänen, die automatisch durchsucht werden, wenn die IP-Adresse zu einem unqualifizierten Rechnernamen gesucht werden soll.
Den Namen oder die IP-Adresse der möglichen Domain-Name-Server, die für eine Namen-zu-Adressen-Übersetzung befragt werden können.
/etc/host.conf ist primär dafür verantwortlich, wie die Einträge in /etc/resolv.conf beeinflusst werden. Es ist eine kritische Konfigurationsdatei, da hier die Reihenfolge der Namensauflösung eingestellt wird. Die typische Struktur sieht so aus:
order hosts,bind multi on
Damit sollten beide Adressierungsarten verwendet werden. Für weitergehende Informationen werfen Sie bitte einen Blick in die Manpage für host.conf.
Diese Datei kontrolliert die möglichen Ziele für eine Namensauflösung. Die Datei hat typischerweise folgende Spezifikationen für die Resolver-Objekte:
# /etc/nsswitch.conf # # Name Service Switch configuration file. # passwd: compat # Alternative entries for password authentication are: # passwd: compat files nis ldap winbind shadow: compat group: compat hosts: files nis dns # Alternative entries for host name resolution are: # hosts: files dns nis nis+ hesiod db compat ldap wins networks: nis files dns ethers: nis files protocols: nis files rpc: nis files services: nis files
Selbstverständlich muss sichergestellt sein, dass die zugehörigen Dienste und Einrichtungen für jeden dieser Mechanismen korrekt konfiguriert wurden.
Es sollte noch darauf hingewiesen werden, dass sich TCP/IP-Netzwerke still verhalten, solange keine Netzwerkanforderung/Nachricht verschickt werden muss. Bei allen TCP/IP-Verbindungen wird prinzipiell angenommen, dass sie sich nur bei Bedarf melden.
Seit Version 2.2.0 hat Samba Linux-Support für Erweiterungen der Name-Service-Switch-Infrastruktur. Darüber haben Linux-Clients die Möglichkeit, MS Windows-NetBIOS-Namen in IP-Adressen aufzulösen. Um diese Möglichkeit zu erhalten, muss Samba mit den passenden Parametern für das make-Kommando übersetzt werden (d.h. make nsswitch/libnss_wins.so). Die daraus entstehende Bibliothek sollte ins Verzeichnis /lib installiert werden, und der wins-Parameter muss zur Zeile „hosts:“ in der Datei /etc/nsswitch.conf hinzugefügt werden. Erst dann ist es möglich, jede MS Windows-Maschine über ihren NetBIOS-Computernamen anzupingen. Das geht aber nur, solange sich diese Maschine in derselben Arbeitsgruppe befindet.
MS Windows-Netzwerke basieren auf den Namen, die jeder Computer erhält. Dieser Name wird auch oft (und uneinheitlich) als der „Computer-Name,“ „Maschinen-Name,“ „Netzwerk-Name ,“ „NetBIOS-Name,“ oder auch als „SMB-Name“ bezeichnet. Alle Begriffe meinen dasselbe, mit der Ausnahme vom „NetBIOS-Name“, denn dieser kann auch für den Namen der Arbeitsgruppe oder der Domäne verwendet werden. Die Begriffe „Arbeitsgruppe“ und „Domäne“ sind wirklich nur einfache Bezeichnungen für die Zugehörigkeit des Computers. Alle NetBIOS-Namen sind exakt 16 Zeichen lang. Das 16. Zeichen ist reserviert. Es wird benutzt, um einen 1 Byte langen Wert aufzunehmen, der die Service-Level-Informationen für den registrierten NetBIOS-Namen darstellt. Ein NetBIOS-Maschinen-Name ist daher für jeden angebotenen Service-Typ eines Client/Servers registriert.
??? und ??? zeigen typische Registrierungen für NetBIOS-Namen und -Service-Typen.
Tabelle 26.1. Eindeutige NetBIOS-Namen
| MASCHINENNAME<00> | Serverdienst läuft auf MASCHINENNAME |
| MASCHINENNAME<03> | Generischer Maschinenname (NetBIOS-Name) |
| MASCHINENNAME<20> | LanMan-Server-Dienst läuft auf MASCHINENNAME |
| ARBEITSGRUPPE<1b> | Domänen Master Browser |
Tabelle 26.2. Gruppennamen
| ARBEITSGRUPPE<03> | Generischer Name, registriert von allen Mitgliedern der ARBEITSGRUPPE |
| ARBEITSGRUPPE<1c> | Domänencontroller / Netlogon-Server |
| ARBEITSGRUPPE<1d> | Lokale Master Browser |
| ARBEITSGRUPPE<1e> | Dienst für Browser-Wahl |
Es sei angemerkt, dass alle NetBIOS-Maschinen ihre eigenen Namen wie oben gezeigt registrieren. Das steht im krassen Gegensatz zu TCP/IP-Installationen, bei denen traditionell der Systemadministrator in der /etc/hosts oder in der DNS-Datenbank festlegt, welche Namen mit welchen IP-Adressen verknüpft werden.
Ein weiterer Punkt sollte klargestellt werden: Die Datei /etc/hosts und die DNS-Einträge bieten keine Informationen zum NetBIOS-Namenstyp, die MS Windows-Clients benötigen, um den Typ des Dienstes zu finden. Sehen wir uns als Beispiel an, was passiert, wenn ein MS Windows-Client einen Domain-Logon-Server suchen möchte. Er findet diesen Service und die IP-Adresse des Servers, der diesen Dienst bietet, über einen NetBIOS-Broadcast und geht alle Maschinen durch, deren Namenstyp *<1c> ist. Anschließend wird ein Logon-Request an alle gefundenen IP-Adressen verschickt. Diejenige Maschine, die zuerst antwortet, führt dann den Logon-Prozess zu Ende.
Die Bezeichnung „Arbeitsgruppe“ oder „Domain“ kann sehr verwirrend sein, weil mit ihr eine zusätzliche Bedeutung verbunden ist, die die Sicherheitsarchitektur in MS Windows-Netzwerken beschreibt. Der Ausdruck „Arbeitsgruppe“ bezeichnet eine Netzwerkumgebung, die primär im Peer-to-Peer-Design aufgebaut ist. In einer Arbeitsgruppe sind alle Maschinen selbst für ihre eigene Sicherheit zuständig, und diese Sicherheit ist nur durch ein Passwort gewährleistet (das wird auch als „Share Level Security“ bezeichnet). In den meisten Peer-to-Peer-Netzwerken, in denen die Benutzer ihre eigenen Computer verwalten, wird keinerlei Sicherheit genutzt. Es ist in einer Arbeitsgruppen-Umgebung möglich, die User Level Security einzusetzen, dazu müssen aber ein Benutzername und ein zugehöriges Passwort verwendet werden.
MS Windows-Netzwerke sind darauf festgelegt, für die Verarbeitung der Nachrichten aller lokalen und fernen Computer Computernamen zu verwenden. Das verwendete Protokoll wird Server Message Block (SMB) genannt, und diese Implementierung verwendet das NetBIOS-Protokoll (Network Basic Input Output System). NetBIOS kann im LLC-Protokoll (Logical Link Control) verpackt sein. In diesem Fall wird das daraus resultierende Protokoll NetBEUI (Network Basic Extended User Interface) genannt. NetBIOS kann auch über IPX (Internetworking Packet Exchange), wie es Novell Netware benutzt, oder über das TCP/IP-Protokoll verwendet werden. Im letzten Fall wird das daraus resultierende Protokoll NBT oder NetBT genannt, also NetBIOS über TCPIP.
MS Windows-Computer verwenden eine Reihe von komplexen Mechanismen zur Namensauflösung. Da wir es primär mit TCP/IP zu tun haben, werden wir uns in dieser Dokumentation nur um diesen Bereich kümmern.
Alle MS Windows-Maschinen besitzen einen Speicherbereich, in dem sie die NetBIOS-Namen und IP-Adressen aller Maschinen speichern, mit denen sie in den letzten 10-15 Minuten Kontakt hatten. Es ist effizienter, bei einer Suche nach einer IP-Adresse zu einem Computer diese Information aus dem lokalen Cache zu erhalten, als alle konfigurierten Mechanismen zur Namensauflösung durchzugehen.
Wird eine Maschine, deren Name im lokalen Cache liegt, abgeschaltet, bevor der Eintrag ungültig geworden ist und bereinigt wurde, führt jeder Verbindungsversuch zu einer Time-Out-Verzögerung. Ist der Name im Cache, wird die Namensauflösung korrekt durchgeführt, aber die Maschine kann nicht antworten. Das kann die Bentutzer frustrieren, ist aber leider charakteristisch für dieses Protokoll.
Das MS Windows-Utility, das es ermöglicht, den NetBIOS-Cache zu überprüfen, wird „nbtstat“ genannt. Das Samba-Gegenstück wird nmblookup genannt.
Diese Datei ist üblicherweise bei MS Windows NT 4.0 oder Windows 200x/XP im Verzeichnis C:\WINNT\SYSTEM32\DRIVERS\ETC zu finden und beinhaltet die Zuordnung der IP-Adressen zu den Computernamen. Die Datei LMHOSTS führt das NetBIOS-IP-Adressen- Mapping durch.
Sie sieht typischerweise in etwa so aus:
# Copyright (c) 1993-1999 Microsoft Corp. # # Dies ist eine Beispieldatei für LMHOSTS, wie sie von Microsoft TCP/IP # für Windows 2000 verwendet wird. # Sie ist mit der LMHOSTS-Datei von Microsoft TCP/IP für LAN Manager 2.x # kompatibel. # Bearbeiten Sie diese Datei mit einem ASCII-Editor. # # In dieser Datei werden einzelnen IP-Adressen die entsprechenden # Computernamen (NetBIOS-Namen) zugeordnet. Jeder Eintrag sollte aus # einer einzelnen Zeile bestehen. # Die IP-Adresse wird in der ersten Spalte eingetragen, gefolgt vom # zugehörigen Computer-Namen. Die Adresse und der Computer-Name müssen # dabei durch mindestens ein Leerzeichen oder ein Tabulatorzeichen # getrennt sein. # Das Zeichen "#" wird gewöhnlich Kommentaren vorangestellt. Ausnahmen # hiervon sind die folgenden Erweiterungen: # # #PRE # #DOM:<Domäne> # #INCLUDE <Dateiname> # #BEGIN_ALTERNATE # #END_ALTERNATE # \0xnn (Unterstützung nichtdarstellbarer Zeichen) # # Die Erweiterung "#PRE" wird nach dem Computer-Namen angegeben, wenn # dieser Eintrag bereits zu Anfang in den Namen-Cache geladen werden # soll. Standardmäßig werden die Einträge nicht zu Anfang in den Namen- # Cache geladen, sie werden jedoch auch nur dann ausgewertet, wenn die # dynamische Namensauswertung fehlschlägt. # # Die Erweiterung "#DOM:<Domäne>" wird nach dem Computer-Namen angegeben, # wenn der Eintrag mit einer Domäne verknüpft werden soll. # Dies wirkt sich auf das Verhalten des Computer-Suchdienstes und des # Anmeldedienstes in der TCP/IP-Umgebung aus. # Die Erweiterung "DOM:<Domäne>" kann zusammen mit der Erweiterung "PRE" # für einen Eintrag angegeben werden. # # Die Angabe von "#INCLUDE <Dateiname>" veranlasst den NetBIOS Helper- # Dienst die angegebene Datei zu suchen und sie wie eine lokale Datei # auszuwerten. Für <Dateiname> werden UNC-Namen akzeptiert. Dadurch ist # es möglich, eine LMHOSTS-Datei zentral auf einem Server zu verwalten. # Befindet sich der Server außerhalb des Broadcast-Bereichs, ist eine # Adresszuordnung für diesen Server vor der "#INCLUDE"-Anweisung not- # wendig. # # Die Anweisungen "#BEGIN_ALTERNATE" und "#END_ALTERNATE" ermöglichen die # Gruppierung von mehreren "#INCLUDE"-Anweisungen. # Ist eine "INCLUDE"-Anweisung erfolgreich, werden alle weiteren # "INCLUDE-ANWEISUNGEN" übersprungen und die Gruppe verlassen. # # Nichtdarstellbare Zeichen können im Computer-Namen enhalten sein. # Solche Zeichen müssen als Hex-Wert in der \0xnn-Notation angegeben # werden und zusammen mit dem NetBIOS-Namen in Anführungszeichen # eingeschlossen werden. # # # Beispiel: # # 102.54.94.97 maestro #PRE #DOM:technik # DC von "Technik" # 102.54.94.102 "spiele \0x14" # besonderer Server # 102.54.94.123 nordpol #PRE # Server in 3/4317 # #BEGIN_ALTERNATE # #INCLUDE \\lokal\public\lmhosts # #INCLUDE \\maestro\public\lmhosts # #END_ALTERNATE # # In diesem Beispiel enthält der Server "spiele" ein Sonderzeichen # im Namen, und der Server "nordpol" wird bereits zu Anfang in den # Namen-Cache geladen. # Die Adresszuordnung für den Server "maestro" wird angegeben, um diesen # Server weiter unten in der #INCLUDE-Gruppe verwenden zu können. # Wenn der Server "lokal" nicht verfügbar ist, wird die zentrale LMHOSTS- # Datei auf "maestro" verwendet. # # Beachten Sie, dass die gesamte Datei bei jeder Auswertung durchsucht wird, # einschließlich der Kommentarzeilen. Es wird daher empfohlen, die obigen # Kommentarzeilen zu entfernen.
Diese Datei ist üblicherweise bei MS Windows NT 4.0 oder Windows 200x/XP im Verzeichnis C:\WINNT\SYSTEM32\DRIVERS\ETC zu finden und beinhaltet die IP-Adressen und IP-Namen- Paare. Sie kann von der Infrastruktur zur Namensauflösung in MS Windows verwendet werden, je nachdem, wie die TCP/IP-Umgebung konfiguriert wurde. Diese Datei ist in jeglicher Hinsicht das Gegenstück zur UNIX/LINUX-Datei /etc/hosts.
Diese Möglichkeit wird im TCP/IP-Bereich der Netzwerkeinstellungen konfiguriert. Wenn sie eingeschaltet wurde, wird eine bestimmte Art der Namensauflösung verwendet, je nachdem, wie der NetBIOS-Node-Type-Parameter gesetzt ist. Ein Node Type 0 bedeutet, dass ein NetBIOS- Broadcast (über einen UDP-Broadcast) verwendet wird, falls die gewünschte Information einer Namensauflösung nicht im NetBIOS-Name-Cache gefunden worden ist. Wenn auch das fehlschlägt, werden DNS, HOSTS und LMHOSTS untersucht. Wenn der Node Type 8 eingestellt worden ist, dann wird eine Namensauflösung über NetBIOS-Unicast (über einen UDP-Unicast) zum WINS-Server versucht, bevor DNS, HOSTS, LMHOSTS oder ein Broadcast verwendet wird.
Ein WINS-Service (Windows Internet Name Server) entspricht dem in RFC 1001/1002 spezifizierten NBNS (NetBIOS Name Server). Ein WINS-Server speichert die Namen und IP-Adressen, die Windows-Clients registrieren, wenn in deren TCP/IP-Setup mindestens eine WINS- Server-IP-Adresse angegeben wurde.
Um Samba als WINS-Server zu konfigurieren, muss folgender Parameter zur smb.conf-Datei hinzugefügt werden:
| wins support = Yes |
Um Samba für die Benutzung eines WINS-Servers zu konfigurieren, werden folgende Parameter in der smb.conf benötigt:
| wins support = No |
| wins server = xxx.xxx.xxx.xxx |
Dabei ist xxx.xxx.xxx.xxx die IP-Adresse des WINS-Servers.
Für Informationen über die Konfiguration von Samba als WINS-Server lesen Sie bitte ???.
Früher oder später findet jeder Netzwerkadministrator Probleme in der TCP/IP-Konfiguration. Die Ursachen können alles Mögliche sein, von Schreibfehlern über Vergesslichkeit, simplen Missverständnissen bis hin zu Achtlosigkeit. Aber niemand ist absichtlich achtlos!
„ Ich kann meinen Samba-Server von Windows aus anpingen, aber ich kann meine Windows-Maschine nicht von meinem Samba-Server aus anpingen.“
Antwort: Die Windows-Maschine war unter der IP-Adresse 192.168.1.2 mit der Netzwerkmaske 255.255.255.0 zu erreichen, und der Samba-Server (Linux) war unter der IP-Adresse 192.168.1.130 mit der Netzwerkmaske 255.255.255.128 zu erreichen. Die Maschinen befinden sich in einem lokalen Netzwerk ohne externe Verbindungen.
Durch die inkonsistenten Netwerkmasken (die Windows-Maschine war im Netzwerk 192.168.1.0/24, während der Samba-Server im Netzwerk 192.168.1.128/25 war) sind das unterschiedliche Netzwerke.
Gängige Ursachen von langsamen Netzwerkverbindungen können sein:
Ein Client soll DNS benutzen, aber der DNS-Server ist heruntergefahren.
Der Client soll einen Remote-DNS-Server benutzen, aber die Verbindung ist unterbrochen.
Der Client soll einen WINS-Server benutzen, aber es gibt keinen WINS-Server.
Der Client wurde ohne WINS konfiguriert, aber es gibt einen WINS-Server.
Eine Firewall filtert unseren DNS- oder WINS-Verkehr.
„Der Name des Samba-Servers wurde geändert, und Samba wurde neu gestartet. Der Samba-Server kann von Windows NT-Workstations nicht mit seinen neuen Namen angepingt werden, reagiert aber auf pings mit seinen alten Namen. Warum ?“
Aufgrund der Beschreibung sind drei Dinge offensichtlich:
WINS wird nicht verwendet, nur die broadcast-basierende Namensauflösung wird benutzt.
Der Samba-Server wurde innerhalb der letzten 10-15 Minuten umbenannt und neu gestartet.
Der alte Name des Samba-Servers ist noch im NetBIOS-Name-Cache der MS Windows-Workstation vorhanden.
Um herauszufinden, welche Namen noch im NetBIOS-Name-Cache des MS Windows NT4-Computers sind, öffnen Sie eine cmd-Kommandozeile und geben Folgendes ein:
C:\> nbtstat -n
NetBIOS Local Name Table
Name Type Status
------------------------------------------------
FRODO <03> UNIQUE Registered
ADMINSTRATOR <03> UNIQUE Registered
FRODO <00> UNIQUE Registered
SARDON <00> GROUP Registered
FRODO <20> UNIQUE Registered
FRODO <1F> UNIQUE Registered
C:\> nbtstat -c
NetBIOS Remote Cache Name Table
Name Type Host Address Life [sec]
--------------------------------------------------------------
GANDALF <20> UNIQUE 192.168.1.1 240
C:\>
Im obigen Beispiel ist GANDALF der Samba-Server und FRODO ist die MS Windows NT4-Workstation. Die erste Ausgabe zeigt den Inhalt der „Local Name Table“ (also die Identitätsinformationen der MS Windows-Workstation), und in der weiteren Ausgabe wird der NetBIOS-Name im NetBIOS-Name-Cache angezeigt. Der Name-Cache enthält die remote Computer, die diese Workstation kennt.