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Einführung

Willkommen in der Welt von Samba! In den folgenden 24 Kapiteln werden Sie ein Tool kennen lernen, das Sie bei der Integration Ihrer Windows-Clients und Unix-Server unterstützen kann. Sie können die 24 Kapitel so bearbeiten, wie Sie es wollen. Dieses Buch bietet Ihnen die meiner Meinung nach wichtigsten Informationen, die Sie zu Samba haben sollten.

Jedes Kapitel enthält Beispielkonfigurationen, die Sie ausprobieren können, Diagramme, die Konzepte illustrieren, und praktische Beispiele. Am Ende jedes Kapitels finden Sie einen Abschnitt, in dem die Dinge zusammengefasst werden, die Sie gelernt haben. Danach finden Sie Antworten auf einige weit verbreitete Fragen.

Wenn Sie alle Kapitel durchgearbeitet haben, stellen Sie das Buch an einen Platz, der sich nah bei Ihrem Schreibtisch oder Computer befindet, damit Sie jederzeit darauf zurückgreifen können. Die Kapitel enthalten Informationen und Beispiele, die ich in meinem Job als Administrator mehrerer Samba-Server täglich verwende. Ich hoffe, dass Ihnen diese Informationen nützen.

Was ist Samba?

Der Brockhaus definiert Samba als »Samba, die (portug.), lateinamerikanischer Tanz im Zweiviertel-Takt«. Das ist nicht die Art von Samba, über die ich hier reden werde. Tatsächlich werden Sie an keinem Punkt in diesem Buch dazu aufgefordert, zu tanzen (es sei denn, Sie fühlen sich danach, wenn irgend etwas funktioniert!).

Samba ist die Implementierung eines Server-Message-Block-(SMB-)Protokollservers, der auf fast jeder existierenden Variante von Unix laufen kann. Microsoft-Clients können dieses Protokoll benutzen, um auf Dateien und Drucker zuzugreifen, die sich auf Ihrem lokalen Unix-Rechner befinden, als wäre dieser ein nativer Windows-Server.

Samba ist ein Open-Source-Projekt wie Linux (ein Unix-artiges Betriebssystem für PCs). Der in C geschriebene Source-Code steht Ihnen immer zur Verfügung, so dass Sie ihn untersuchen, testen oder ändern können. Und Samba ist frei!

Dies führt dazu, dass Samba auf immer mehr Servern installiert wird, um Freigaben für Microsoft-Clients bieten zu können, ohne einen Windows-NT-Server oder einen anderen SMB-Server installieren zu müssen.

Unternehmen jeder Größe können von Samba profitieren. Sogar meine Mutter benutzt Samba! (Ohne Witz!) Ihr kleines Büronetzwerk, das aus drei Rechnern besteht, benutzt einen abgespeckten PC, auf dem Linux und Samba laufen und der Heimatverzeichnisse, freigegebene Festplatten und Drucker zur Verfügung stellt. Sie benutzt diese einfache, kosteneffektive Lösung, und ich liefere den Support (wir wohnen etwa drei Stunden voneinander entfernt).

Warum sollten Sie Samba kennen lernen?

Es gibt viele Gründe, warum Sie etwas über Samba lernen sollten, egal, ob Sie ein Vollzeit-Netzwerkadministrator sind oder einfach nur zwei PCs zu Hause stehen haben:

Wer sollte dieses Buch benutzen?

Dieses Buch wurde für diejenigen geschrieben, die generelle Kenntnisse über Unix-basierte Systeme haben. Sie müssen kein Experte sein, sollten aber Grundkenntnisse über Dinge wie ps, grep und kill mitbringen. Außerdem wäre es hilfreich, das make-Utility und den gcc-Compiler bereits zu kennen.

Was befindet sich auf der CD-ROM?

Vorausgesetzt, dass Sie für Übungszwecke ein Unix-System laufen haben, enthält die CD-ROM alles, was Sie für die Kompilierung, Installation und Konfiguration von Samba brauchen. Sie finden hier die aktuellste Version von Samba sowohl in Source-Code-Form als auch als vorkompilierte Binärversion. Außerdem habe ich Ihnen weiterführende Dokumentation in Form von FAQs, einigen nützliche Perl-Skripts und zusätzliche GUI-Konfigurationstools zu Ihrem Vergnügen (und hoffentlich auch zu Ihrem Nutzen) beigefügt. Anhang D bzw. die Datei liesmich.txt auf der CD-ROM gibt detailliertere Auskunft zum Inhalt.

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Dieses Buch ist in 21 Lektionen, sprich: Tage eingeteilt, die Sie mit ein wenig Ehrgeiz und Kondition innerhalb von drei Wochen durcharbeiten können. In jeder Woche wird eine Vielzahl von Themen behandelt, jede Lektion baut auf der vorhergehenden auf und die Komplexität der Themen nimmt von Woche zu Woche zu.

Jede Lektion widmet sich einem Thema bei der Arbeit mit Samba. Eine abschließende Zusammenfassung, Erklärungen der neu eingeführten Begriffe sowie ein kleines Quiz, mit dem Sie Ihr frisch erworbenes Wissen auch gleich testen können, runden jedes Kapitel ab.

Die Anhänge A - C enthalten außerdem weiterführende Informationen zu Samba, Anhang D enthält eine nähere Aufstellung der Inhalte der beiliegenden CD-ROM.

Folgende Lektionen werden Sie in Samba in 21 Tagen durchnehmen:

Tag 1 »Einführung in Samba«: Hier erfahren Sie, was Samba ist, auf welchen Plattformen es läuft, was seine Vorteile gegenüber traditionellen Lösungen wie FTP sind und warum es frei erhältlich ist.

Tag 2 »Windows-Netzwerke«: Erläutert werden das Microsoft-Netzwerk-Modell, das Protokoll NetBIOS mit seinen Verfahren zur Namensregistrierung und -auflösung, natürlich SMB sowie typische Konstellationen in Microsoft-Netzwerken.

Tag 3 »Wie bekomme ich den aktuellsten Source-Code?« Und wie kompilieren und installieren Sie die jeweilige Version? In diesem Kapitel erfahren Sie alles Nötige.

Tag 4 »Installation und Testen der Konfiguration«: Hier richten Sie beispielhaft einen Samba-Server ein - Sie editieren die smb.conf, geben Gruppen-, Home-Verzeichnisse und Drucker frei, setzen Start-Skripte ein und testen die Konfiguration.

Tag 5 »Die Datei smb.conf: Samba mitteilen, was es tun soll«. Hier werfen Sie einen eingehenden Blick in Sambas Konfigurationsdatei, die zwar berüchtigt ist für ihre vielen Parameter, aber eigentlich nicht besonders schwer zu verstehen ist.

Tag 6 »Sicherheitsmodi und Passwörter«: An die grundlegende Konfiguration schließt sich die Absicherung Ihrer Samba-Konfiguration an. Hierzu unterstützt Samba Verbindungs- und Benutzer-Authentifizierung sowie Passwortverschlüsselung.

Tag 7 »Dateifreigaben«: Dieses Kapitel widmet sich der Art und Weise, wie Sie mit Samba Dateien für Ihre Clients freigeben bzw. wie Sie Dateien über diese Freigaben erstellen und nutzen können. Sie erfahren, wie Samba die Verfügbarkeit und die autorisierte Nutzung von Freigaben prüft.

Tag 8 »Drucker«: Der Freigabe der Dateien folgt die der Drucker. Dieses Kapitel zeigt Ihnen die zur kontrollierten Freigabe notwendigen Parameter sowie Möglichkeiten der automatischen Treiberinstallation unter Windows.

Tag 9 »GUI-Administrationstools«: Hier lernen Sie einige Tools kennen, mit deren Hilfe Sie Samba auch komfortabler als über die Kommandozeile steuern können - etwa über Ihren Browser.

Tag 10 »Automatisierung auf Server-Seite«: Dieses Feature erlaubt nicht nur die Einrichtung eines den Bedürfnissen Ihrer Clients angepassten Verhaltens von Samba, sondern auch die Emulation mehrerer Samba-Server.

Tag 11 »Troubleshooting«: Dieses Kapitel hilft Ihnen bei einem der zweifellos schwierigsten Themen - der Fehlerbehebung. Sie lernen die wichtigsten Tools kennen, um sich dieser sehr kreativen Aufgabe mit Erfolg widmen zu können.

Tag 12 »Fallstudie: Einen NT-Datei- und Drucker-Server ersetzen«. Zwar unterstützt Samba nicht alle NT-Funktionen, doch kann es einen NT-Datei- und Drucker-Server effektiv ersetzen. Dieses Kapitel zeigt Ihnen an einem Beispiel, wie dies funktioniert.

Tag 13 »Unix (smbclient, smbfs, smbwrapper und andere Utilities)«: Dieses Kapitel behandelt einige Utilities, welche die Funktionalität von Samba u.a. in Richtung Datensicherung oder -archivierung erweitern.

Tag 14 »Windows 9x und Windows NT«: Dieses Kapitel setzt von der Windows-Seite aus an - wie greifen Sie mit den mit Windows gelieferten Samba-Clients auf Ihren Server zu? Behandelt wird sowohl Windows 9x als auch Windows NT.

Tag 15 »Andere SMB-Clients«: Der Einsatz eines Samba-Servers in heterogenen Netzen bedeutet auch die Kommunikation mit DOS- und Mac-Clients - in diesem Kapitel lernen Sie einige von ihnen kennen.

Tag 16 »Passwortsynchronisation«: Der Abgleich der Benutzerpasswörter zwischen Samba-Server und -Clients kann problematisch sein. Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie auch diese berüchtigte Hürde nehmen.

Tag 17 »SSL«: Interagieren Ihre Samba-Server und -Clients über eine ungeschützte Verbindung wie das Internet, müssen Sie z.B. SSL implementieren, um die Kommunikation abhörsicher zu verschlüsseln.

Tag 18 »NetBIOS-Namen ohne Broadcasts auflösen«: Um NetBIOS-Namen über Subnetzgrenzen hinweg aufzulösen, ohne Ihr Netzwerk mit Broadcast-Sendungen zu belasten, sollten Sie einen WINS-Server installieren. Dieses Kapitel zeigt, wie das geht.

Tag 19 »Browsing in lokalen Subnetzen«: Mit Hilfe von Samba können Sie im lokalen Subnetz browsen. Hier erfahren Sie, welche Parameter Sie dazu in der smb.conf setzen müssen.

Tag 20 »Browsing in Netzwerken mit Routern«: Samba macht auch das Browsen über Subnetzgrenzen hinweg sowie in Netzwerken mit Routern möglich. Dabei unterstützt Samba verteilte Arbeitsgruppen und NT-Domänen.

Tag 21 »Windows 9x-Domänenkontrolle«: Dieses Samba-Feature bietet eine Methode zur Authentifizierung von Freigabeverbindungen und Netzwerk-Logins. Hier erfahren Sie die dafür notwendigen Details.

Konventionen in diesem Buch

Sie finden in diesem Buch folgende Icons:

Hinweise geben Ihnen Kommentare und Randbemerkungen zum jeweiligen Thema sowie vollständige Erklärungen bestimmter Konzepte. Außerdem finden Sie hier Tastenkombinationen und Hinweise für eine effektivere Shell-Programmierung.

Hier warne ich Sie davor, sich selbst unglücklich zu machen, und zeige Ihnen, wie Sie die kleinen Fallen in der Programmierung vermeiden.

Absätzen mit neuen Begriffen ist das Icon »Neuer Begriff« vorangestellt. Der neue Begriff ist kursiv dargestellt.

Am Ende jedes Kapitels finden Sie die praktischen Abschnitte »Zusammenfassung« und »Frage&Antwort«.

Zusätzlich werden Sie in diesem Buch auf verschiedene typografische Konventionen treffen:

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