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1. Einführung

Oft möchte man zwei Netzwerke über mehr oder weniger weite Entfernungen miteinander verbinden. Oder man will mit einem Notebook oder von zu Hause auf das Firmennetzwerk zugreifen. Wenn es nur um den Download verschiedener Dateien geht eignet sich hierfür schon ein FTP-Zugang. Wenn man jedoch Wert auf Sicherheit legt und auch verschiedene Netzwerkdienste nutzen will benutzt man am besten ein Virtual Private Network (VPN) auf der Basis von IPSec (Internet Protocol SECurity - die Norm für authentischen und vertraulichen Datenaustausch auf IP-Ebene im Internet). Hiermit werden zwei Knoten (VPN-Gateways) miteinander verbunden und die Daten die über diese Verbindung laufen werden verschlüsselt. Als Leitung benötigt man keine Direktverbindung (z.B. eine teuere Direktverbindung von Knoten zu Knoten) sondern man kann das 'unsichere' Internet zur Übertragung nutzen.
Für ein VPN ist normalerweise eine feste IP-Nummer notwendig. Flatrate-Nutzer müssen nun jedoch nicht aufhören zu lesen. Diese müssen später bei Trennen und Wiederaufbau der Verbindung ihren VPN-Gateway stoppen und neu starten. Ein wenig komplizierter wird es wenn beide Gateway nur eine dynamische IP-Nummer haben. Dann sollte man auf einen Nameserverdienst (z.b. DNS2Go) zurückgreifen oder muß sich mit mehr oder weniger komplizierten Scripten aushelfen.

Zum Aufbau eines VPN-Gateways benötigt man mindestens zwei Netzwerkinterfaces (meist die Netzwerkkarte und die Internetverbindung). Ich gehe davon aus, daß die Netzwerkgrundkonfiguration (Netzwerkkarte, ISDN- Karte/ Modem, DSL usw.) schon vorgenommen wurde. Weiterhin ist auch der Internetzugang eingerichtet. Wer noch Probleme mit den Begriffen Gateway oder Routing hat sollte sich zuerst ein wenig mit diesen vertraut machen.

Mit den Beispielen dieser Howto werden die VPN-Server für folgende Verbindungen eingerichtet:

In den Beispielen haben wir eine Zentrale und eine Zweigstelle. Die Zentrale besitzt eine Standleitung über einen für VPN tauglichen Router und die Zweigstelle eine DSL-Standleitung. Bei beiden wird ein Linux-VPN-Gateway mit FreeS/WAN eingerichtet. Bei der Zentrale werden im Gegensatz zur Zweigstelle auch Verbindungen für Roadwarrior möglich sein. Netzwerkinfos:

Die Netzwerkadressen müssen sich natürlich unterscheiden, da es ansonsten zu Routingproblemen käme. Sie können also nicht überall die oft benutzte Maske 192.168.0.0/24 haben - der VPN-Gateway wüsste ja nicht ob ein Paket von 192.168.0.5 an 192.168.0.22 lokal oder über den VPN-Tunnel übertragen werden muß.

Die Beispiele dieser HOWTO ist orientieren sich zur Zeit noch eng an der SUSE-Distribution. Abweichungen zu anderen Distributionen sind jedoch soweit ich weiß nur gering (meist Pfadangaben). Daher dürften auch Benutzer von anderen Distributionen hiermit weiterkommen.
Wichtig ist, dass der VPN-Gateway nicht hinter einem Router stehen sollte, da dann oft kein VPN-Tunnel aufgebaut werden kann. U.a. wird das für den verschlüsselten Datentransport benutzte Protokoll 50 (ESP - Encapsulating Security Payload) von den einigen Routern nicht unterstützt bzw. falsch weitergeleitet (In unserem Beispiel kann der Router die natürlich ;) ).

1.1 Ablehnungshinweise und Copyright

Dieses Dokument wurde von mir geschrieben, weil ich selbst keine sinnvolle Step-by-Step-Dokumentation über die Einstellungen finden konnte. Dieses Dokument ist noch sehr lückenhaft. Man ist selbst dafür verantwortlich, was mit der eigenen Hardware geschieht. Falls die Hardware in Rauch und Flammen aufgeht (...nahezu unmöglich!) übernehme ich dafür keine Verantwortung. DER AUTOR ÜBERNIMMT KEINE HAFTUNG FÜR EVENTULLE FOLGESCHÄDEN AUFGRUND DER ANWENDUNG DER IN DIESEM DOKUMENT BEREITGESTELLTEN INFORMATIONEN.

Falls Sie beabsichtigen, dieses Dokument in eine Veröffentlichung aufzunehmen, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf. Ich werde dann mein Möglichstes tun, Ihnen die aktuellsten Informationen zur Verfügung zu stellen. In der Vergangenheit wurden längst überholte Versionen von Linux-HOWTO-Dokumenten veröffentlicht, was den Entwicklern ständigen Kummer bereitete, da sie mit Fragen gequält wurden, die in den neueren Versionen bereits beantwortet waren.

Das Dokument darf gemäß der GNU General Public License verbreitet werden. Insbesondere bedeutet dieses, daß der Text sowohl über elektronische wie auch physikalische Medien ohne die Zahlung von Lizenzgebühren verbreitet werden darf, solange dieser Copyright Hinweis nicht entfernt wird. Eine kommerzielle Verbreitung ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht. Bei einer Publikation in Papierform ist Dirk Bender hierüber zu zu informieren.

1.2 Weitere Dokumentationen

Diese Howto ist kein Ersatz für die Man-Pages. Sie soll nur als Step-by-Step-Anleitung dienen. Die nächstbeste Informationsquelle sind die Dokumentationsdateien, die mit Linux selbst ausgeliefert werden. Es gibt bereits einige davon und die meisten können im Verzeichnis /usr/doc und seinen Unterverzeichnissen gefunden werden. Einige Informationen habe ich aus dem Linux Magazin und der c't. Auch auf meiner Homepage (Linux Dokumentationen) sind einige Dokumentationen über Linux, Netzwerk usw. zusammgengestellt. 

1.3 Linux Newsgruppen

Falls die oben genannten Dokumentationen und diese HOWTO die Fragen nicht klären können, dann kann man sich an die Linux-Newsgruppen wenden. Natürlich sollte man es zuerst mit der Lektüre der Newsgruppe versuchen, anstatt blindlings eine Frage zu schicken. Es ist nämlich gut möglich, daß dieselbe Frage bereits gestellt wurde.

1.4 Neue Versionen dieses Dokuments

Neue Versionen dieses Dokuments erhält man auf meiner Homepage:
Linux Dokumentationen



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