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4. Software

Für TV-Karten gibtes es inzwischen reichlich Linux Software, die vom reinen TV Viewer bis zum Intercast reicht. Einige Programme wie XAWTV gibt es schon länger und laufen auch sehr stabil. Die Installationsbeschreibung für die Software findet man unter der entsprechenden Homepage oder bei der Software als Textdatei.

4.1 TV Viewer

Hinweis: Bevor Sie auf die Textconsole wechseln sollt immer erst der TV Viewer beendet werde. Es kann sonst zu einem Systemabsturz kommen.

Tip: Um das Fernsehbild im Vollbildmodus ohne störende Ränder darzustellen ist es erforderlich eine Auflösung nach PAL Norm von 768x567 Pixel einzurichten. Das einrichten kann über XF86Setup oder bei SuSE Distributionen auch über SAX erfolgen. Über die Tastenkombination CTRL+ALT+"Plus" bzw. "Minus" von Nummerblock kann bei laufendem XServer die Auflösung umgeschaltet werden. Weiter Information findet man in der XFree86 HOWTO und der man page von XFree86.

4.2 Videotext (Teletext)

Durch das Vertical Blanking Interval (VBI) bei der PAL Fernsehnorm ist es möglich Daten (Videotext, VPS, Intercast, PAL Plus Umschaltung, Prüf- und Testinformation) zu Übertragen ohne das man es Sichtbar merkt. Um die VideoText Information aus den Bildern heraus zu holen wurde früher ein Decoderchip auf den TV-Karte eingesetzt. Heute sind die CPU's so schnell das man das von der CPU und spezieller Software erledigen läßt.
Bei dem BTTV Treiber erledigt das das vbidecode Modul. Nach Aussage von Rolf Bleher hat vbidecode noch fehler und führte zu Abstürzen bei ihm. Daher hat er das Modul überarbeitet und auf seiner Homepage zum herunterladen abgelegt. Mit seiner Version von vbidecode hat er nun keine Abstürze mehr und nur noch sehr selten Dekodierungsprobleme, während zuvor bei manchen Sendern so gut wie keine Seite zu dekodieren war.

4.3 Intercast

Was ist Intercast

Die Grundidee von Intercast ist recht einfach: Ähnlich wie bei Videotext, beim dem in der ansonsten nicht genutzten Austastlücke der Fernsehkodierung textuelle Informationen übertragen werden, sollen statt wie bei Videotext reiner ASCII-Texte  und Blockgrafiken Dokumente im durch das Word Wide Web (WWW) bekannten HTML-Format (HyperText Markup Language) übertragen werden. Ein entsprechend ausgerüsteter PC könnte dann mit einem leicht modifizierten Internet-Browser das Fernsehbild und die damit übertragenen Zusatzinformationen parallel darstellen. Auch ein entsprechend erweiterter Fernseher ist möglich, bei dem neben dem herkömmlichen Videotext-Dekoder ein Intercast-Dekoder eingebaut ist, welcher HTML-Seiten aufbereiten und darstellen kann. Interessant ist die Möglichkeit, mit Intercast einen quasi nahtlosen Übergang vom Fernsehprogramm ins Internet zu schaffen: Verweise von per Intercast gesendeten Seiten können nicht nur auf andere Intercast-Seiten zeigen, sondern auch auf jegliche im Internet per URL (Uniform Resource Locator, eine Adreßangabe mittels des im Internet verwendeten allgemeinen Adressierungsverfahrens) adressierbare Informationen - was natürlich einen Internet-Anschluß (per Telefon über einen Service Provider oder ähnlich) voraussetzt, damit der Aufruf auch das gewünschte Ergebnis liefert. Damit wäre ein weiterer Schritt getan, damit das Internet in Zukunft genauso wie das Fernsehen Einzug in das tägliche Leben eines überwiegenden Teils der Gesellschaft erhält.

Zum empfangen von Intercast Daten ist unter Linux der BTTV Treiber verantwortlich. Der Treiber legt einfach die Daten auf die lokale Festplatte ab. Diese können dann mit einem beliebigen Web Browser betrachtet werden.

4.4 Framegrabbing (Videosequenz und Bildschirmschnappschuß)

4.5 Radio

Einige TV-Karten haben auch einen analogen oder digitalen Radiotuner integriert. Für den empfang vom analogen Radio die options radio=1 einstellen. Das adr (Astra Digital Radio)  wird nach meinem wissen noch nicht unterstützt.

4.6 Fernbedienung (Infrarot)

Das LIRC (Linux Infrared Remote Control) Projekt beschäftigt sich mit Linux Treibern für Infrarot Empfänger. Es wird damit z.b. möglich mit einer Fernbedienung die Sender der TV-Karte zu wechsel. Für die Treiberinstallation lesen Sie bitte die englische IR HOWTO.


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